Am 1. Adventssonntag stellte die Katholische Akademie Stapelfeld ihr neues Jahresprogramm der Öffentlichkeit vor. Im Rahmen einer Matinee, vermittelten die Dozentinnen und Dozenten mit kleinen Kostproben einen Eindruck von der Bandbreite und Vielseitigkeit des neuen Programms. Nach dem Willen des pädagogischen Direktors Dr. Heinrich Dickerhoff, ist Stapelfeld ein Atelier für Lebenskunst, dass auch eigenartig sei kann. Dazu schreibt er im Vorwort des Programms: „EigenArt heißt unser Jahresthema für das Programmjahr 2017/18. Das deutsche Wort Art ist verwandt mit dem lateinischen ars, Kunst, bedeutet aber auch Weise, Erscheinungsform. Die Art und Weise scheint natürlich (vor-)gegeben, während das Wort Kunst das gekonnt Gemachte erinnert. Was ist uns vorgegeben? Was muss von uns geschafft und ge- schaffen werden? Was ist Gabe und was Aufgabe? Diese Frage durchzieht unser ganzes Leben. Und wo aus dem, was ist, wird, was sein könnte, da geschieht Bildung.

Bildung ist ein Prozess, etwas aus den eigenen Begabungen zu machen und sich durchaus kritisch und selbständig zu eigen zu machen, was Tradition und Situation vorgeben. An-Eignung ist Lebens-Kunst, und Kunst ist auch eine Talentfrage. Aber niemand ist ohne Talent, ohne Be- gabung. Die eigenen Begabungen aufzuspüren ist wichtig, um glücklich zu werden. Für Christen ist das aber auch eine spirituelle Frage: welche »Geistesgaben« wurden mir geschenkt, mit welchen werde ich der Welt geschenkt? Welche Chancen und P ichten liegen in meiner Begabung?

Doch bei aller Wertschätzung des Eigenen: wer nur eigen ist (griechisch idios = idiotisch), ist seltsam. Pure Eigenheit ist narzisstisch, selbstverliebt. Und nicht nur bei materiellen Gütern gilt: Eigentum verpflichtet! Ich bin ein eigener Mensch mit eigener Verantwortung und eigenem Weg, aber meine Eigenheit ist nicht Selbstzweck, sondern meine ganz eigene Berufung für das »Allgemeinwohl«. Doch ist es ist in einer tendenziell narzisstisch werdenden Gesellschaft auch wichtig zu erkennen, dass das Eigene nicht einfach schon gut und richtig ist, nur weil es eigen ist. Die Eigenheit entdecken und leben bedeutet nicht nur, auf die eigenen Engel zu hören, es bedeutet auch, mit den eigenen Dämonen zu ringen.“

Zur Illustration der Programms konnte ich mit einer Serie von abstrakten, herbstlichen Blattmotiven beitragen. Das Programm wir auf Wunsch gerne kostenlos zugeschickt. Außerdem kann man es als PDF-Datei hier herunterladen.

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