Meine ersten Bildergebnisse mit der neuen Nikon D 850 liege nun vor. Nun möchte ich hier keine großen Testbericht schreiben, sondern nur einen ersten Eindruck schildern. Am ersten Wintertag des Jahres habe ich das Goldenstedter Moor besucht und einige Blätter im Raureif fotografiert. Diese Motive eignen sich sehr gut, um die Detailschärfe des Sensors herauszufordern und die Leistungen zu beurteilen. Doch nicht nur der Sensor selbst trägt zum Gelingen des Bildergebnisses bei, sondern eine Vielzahl weiterer Faktoren.

Zunächst liegt die Kamera sehr kompakt, griffig und sicher in der Hand. Montiert an meinem Lieblings-Makro-Objektiv AF-D 4/200 Mirco und befestigt auf meinem Kugelkopf kann sich bei gelöster Stativschelle die Kamera ohne Einschränkungen bewegen – herrlich! Dann ermöglicht die D850 – wie auch schon die D 810 – mit einem elektronischen Verschluss (Individualfunktion A6) zu fotografieren. Das schränkt Erschütterungen bei der Belichtung deutlich ein. Um ein wirklich scharfes Bild zu bekommen, ist es erforderlich die Auswirkungen des Spiegelschlags zu minimieren. Dazu arbeite ich mit der Spiegelvorauslösung. Diese kann man – wie schon bei der D810 – generell einstellen mit der Individualfunktion D5. So lassen sich auch Serie fotografieren und man muss nicht immer zweimal auf den Auslöser drücken. Bei der D 850 kann man nun kürzere Vorlaufzeiten auswählen – eine sehr praxisnahe Ergänzung. Ich nutze in der Makrofotografie 0,5 Sekunden Vorlaufzeit. Als sehr hilfreich empfinde ich die Möglichkeit, den Weißabgleich im Automatikbereich tendenziell kälter oder wärmer bei Wahrung der neutralen Grundtöne arbeiten zu lassen. Das funktioniert in meiner Farbwahrnehmung außergewöhnlich gut und erspart mit sehr viel Zeit bei der Nachbearbeitung. Damit sind wir bei einem sehr wichtigen Eindruck: Die Bildergebnisse sind derart ausgewogen und realistisch in der Wiedergabe, dass ich im Zusammenspiel mit den neuen Profilen von LR Classic CC den Aufwand für die Bildbearbeitung spürbar reduzieren kann.

Das Potential der neuen Nikon D850 wird erst bei einer 100 % Ansicht deutlich. Der Detailreichtum in den Eiskristallen ist überwältigend.

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