Gemeinschaftsausstellung zeigt faszinierende Momente in Wald und Moor
15 Fotografinnen und Fotografen öffnen ihre Bildarchive
von Sigrid Lünnemann
Die 13. Stapelfelder Fototage „Inspiration Natur“ zeigten auf eindrucksvolle Weise die Vielfältigkeit der modernen Naturfotografie. An diesem Wochenende gaben renommierte Naturfotografinnen und -fotografen Einblicke in ihre aktuellen Fotoprojekte und rückten dabei die Schönheit und Schutzbedürftigkeit der Natur in den Fokus.
Begleitet werden die Stapelfelder Fototage von der sehenswerten Ausstellung „Momente in Wald und Moor“. Erstmals präsentierten 15 Fotografinnen und Fotografen in einer Gruppenausstellung 42 Bilder, die einen kleinen Einblick in die Schönheit und Vielfältigkeit der heimischen Natur geben.
Mit seinem einleitenden Vortrag „Haut und Erde in der Kunst. Wo sich Mensch und Natur berühren“ gab KAS-Kunstdozenten PD Dr. Alexander Gottlob Linke einen inspirierenden Einblick in die Vielschichtigkeit von künstlerischen Ausdrucksformen im Zusammenspiel von Menschen und Natur. Dabei legte er einen besonderen Schwerpunkt auf zeitgenössische Kunstschaffende, die Naturmaterialien wie Schlamm, Moos, Steine oder Pflanzen verwenden und daraus faszinierende Skulpturen und überraschende Installationen schaffen.
Entstanden ist die Gruppenausstellung „Momente in Wald und Moor“ mit den Fotografien von Ines Adam, Andrea Aeckerle-Müller, Ewald Best, Marina Dittmers, Friedhelm Drees. Sabine Gebele, Jörg Hüttenhoff, Lothar Jandel, Karin Loewner, Johannes Ludwigs, Vanessa Möller, Heike Schendzielorz, Dirk Weise, Günther Wichert und Silvia Will im Rahmen eines Fotoworkshops unter der Leitung des KAS-Geschäftsführers und bekannten Naturfotografen Willi Rolfes. Die Ausstellenden treffen sich bereits seit mehreren Jahren regelmäßig zu Fotoworkshops in Stapelfeld, bei denen Fotoausflüge in die Moore und Wälder der Region zu unterschiedlichen Jahreszeiten und Themenschwerpunkten im Mittelpunkt stehen. Die anschließende kritische Auseinandersetzung mit den entstandenen Aufnahmen ist dabei ebenfalls ein wichtiger Aspekt. So entstanden eindrucksvolle Fotos, die aber zumeist in den privaten Archiven der Teilnehmenden verschwanden. Mit der aktuellen Ausstellung wird erstmals eine Auswahl dieser Bilder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Von der Idee zum Bild und dann zur Ausstellung ist es ein langer und nicht immer einfacher Weg“, betonte Willi Rolfes, der die Entwicklung des Ausstellungskonzeptes mit seiner langjährigen Expertise und wichtigen Tipps begleitete.
Gemeinsam wurden im Vorfeld der Ausstellung unzählige Bilder gesichtet, bewertet, ausgewählt und in der Ausstellung platziert, so dass am Ende eine faszinierende Ausstellung entstand, in der jeder Teilnehmende mit verschiedenen Fotografien vertreten ist. Die ausgestellten Bilder zeigen auf eindrucksvolle Weise die Vielfältigkeit der Naturfotografie von der Makrofotografie bis zu weitläufigen Landschaftsaufnahmen. Neben faszinierenden Nahaufnahmen von Pilzen und Insekten und beeindruckenden Fotografien aus dem naturbelassenen Urwald Baumweg, den artenreichen Ahlhorner Fischteichen und dem Goldenstedter Moor im mystischen Nebel sind auch abstrakt wirkende Fotografien zu sehen, bei denen der Bezug zur Natur erst auf den zweiten Blick erkennbar ist. Aber nicht nur die Bilder selbst, sondern auch die Form der Präsentation ist für das Gelingen einer Fotoausstellung von Bedeutung. Dank der großzügigen Unterstützung des Festivalpartners CEWE aus Oldenburg, konnten die Arbeiten in großformatigen Drucken auf Alu-Dibond hergestellt werden.
Die Ausstellung ist noch bis Anfang Mai zu den üblichen Öffnungszeiten in der Katholischen Akademie Stapelfeld, Stapelfelder Kirchstraße 13, 49661 Cloppenburg, zu sehen.









