Wenn der Herbst Einzug in die Holsteinische Schweiz hält, verwandelt sich die sanft geschwungene Hügellandschaft in ein farbenprächtiges Naturparadies. Wie ein grünes Netz durchziehen unzählige Hecken die Landschaft, säumen Wege und Felder und verleihen ihr ihren ganz besonderen, unverwechselbaren Charakter. Jetzt zeigt sich die ganze Vielfalt dieser lebendigen Knicklandschaft. Zwischen goldgelben Blättern, leuchtendem Rot und warmen Brauntönen reifen die Früchte der heimischen Heckensträucher: tiefblaue Schlehen, leuchtend rote Hagebutten, die Beeren des Weißdorns und die dunklen Fruchtstände des Holunders. Dazu gesellen sich die Früchte von Hasel, Pfaffenhütchen und vielen weiteren heimischen Sträuchern. Ein reich gedeckter Tisch für Vögel und andere Wildtiere, die in den Knicks Nahrung und Schutz finden.
Im warmen Licht der tief stehenden Herbstsonne entfaltet sich ein faszinierendes Farbenspiel. Die Hecken leuchten in unzähligen Rot-, Orange- und Gelbtönen, während sich dazwischen immer wieder der Blick auf die weiten Felder, die glitzernden Seen und die sanften Hügel öffnet. Es ist diese besondere Mischung aus Vielfalt, Ursprünglichkeit und Harmonie, die den Zauber der Holsteinischen Schweiz ausmacht. Eine Landschaft, die im Herbst nicht nur das Auge erfreut, sondern uns auch daran erinnert, wie wertvoll und schützenswert unsere heimische Natur ist.
In diesem Jahr scheinen die Heckensträucher in Schleswig-Holstein besonders reichlich Früchte zu tragen. Eine kurze Recherche brachte eine mögliche Erklärung: Die Niederschlagsmenge im nördlichsten Bundesland lag in diesem Jahr im Vergleich zu den anderen Bundesländern deutlich über dem Durchschnitt. Bis Ende Oktober fielen hier 673 Millimeter Niederschlag, während es in Berlin im gleichen Zeitraum lediglich 327 Millimeter waren. Auch im Vergleich zum langjährigen Mittel fällt die diesjährige Niederschlagsmenge hoch aus. Treffen ausreichend Feuchtigkeit und genügend Sonnenstunden zusammen, sind die Voraussetzungen für eine gute Fruchternte geschaffen. Ein Blick auf die Knicks bestätigt diesen Eindruck eindrucksvoll.
Für ein aktuelles Fotoprojekt über die Wallhecke machte ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg und erkundete die holsteinischen Knicks. In meiner Fahrradtasche hatte ich eine Nikon Z8 mit einem 105-mm-Makroobjektiv sowie mein bewährtes „Immer-dabei-Objektiv“, das Nikon Z 24–70 mm F2.8 S II.
Auf diesen entspannten Fahrradtouren sind zahlreiche wunderbare Aufnahmen entstanden. Sie zeigen nicht nur die vielfältigen Früchte der heimischen Heckensträucher, sondern auch die abwechslungsreichen Lebensräume, in denen sie gedeihen. Dabei wurde jede Tour zu einer kleinen Entdeckungsreise durch die herbstliche Landschaft der Holsteinischen Schweiz.














