Wie in den Vorjahren waren die letzten Märztage auch in diesem Jahr die ersten, an denen man den Revierruf der Fasanenhähne wieder in der Landschaft hören konnte. Dieses zweisilbige, laute und wenig melodische „göö-gock“ wirkt auf mich jedes Mal wie ein Weckruf. Der Ruf wird von einem kräftigen Flattern der Schwingen begleitet und setzt das Männchen in seinem prächtigen Federkleid eindrucksvoll in Szene.

Rund um meinen Wohnort gibt es zahlreiche Fasanenreviere, und so nutzte ich die frühen Morgenstunden der vergangenen Tage, um mich auf die Suche nach einem fotogenen Exemplar zu machen.

Den hier gezeigten Hahn habe ich mehrfach beobachtet. Mit der Zeit bilde ich mir ein, zu erkennen, wann er seinen Ruf vorbereitet. Nimmt er andere Hähne wahr – sei es akustisch oder visuell – folgt zunächst eine Phase, in der er scheinbar beiläufig am Boden pickt. Anschließend bewegt er sich gezielt, wenn auch nicht hastig, auf eine kleine Anhöhe. Er sichert nach links und rechts, wirkt kurz abgelenkt – und plötzlich, wie aus dem Nichts, trägt er seinen Ruf vor.

Es ist hilfreich, diesen Moment erahnen zu können, denn so kann ich rechtzeitig auslösen. Meine Aufnahmen entstehen mit Brennweiten zwischen 600 und 800 mm bei Blende 5,6, ISO 1600 und Belichtungszeiten von 1/2000 Sekunde oder kürzer. Als Tarnversteck dient mir dabei das Auto.

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