Mit Freude und Dankbarkeit stellen der Autor Andreas Kathe und ich unser neues Buch „Hunte – Eine Flussreise“ vor. Wir nutzten die Zeit der Pandemie und haben uns dem Fluss mit Kamera und Bleistift genähert. Das Cover des Buches zeigt eine wunderschöne natürliche Flussschleife vom hohen Ufer in Dötlingen, umrahmt von herbstlichem Buchenwald.

Dazu schreibt die Presse: Die Hunte gehört nicht zu den bekanntesten Flüssen Deutschlands, doch der zweitlängste Nebenfluss der Weser überrascht mit vielen Besonder- und Eigenheiten. Er kommt aus dem Wiehengebirge bei Osnabrück und durchfließt in Richtung Norden die Dümmerregion, die ein international wichtiges Artenschutzgebiet ist. Malerisch schwingt sich der Flusslauf dann durch die eindrucksvolle Landschaft der Wildeshauser Geest – um ab Oldenburg zu einer wichtigen Schifffahrtsroute zu werden. Der renommierte Naturfotograf Willi Rolfes und der Journalist Andreas Kathe haben die Hunte bereist: zu Fuß, mit dem Rad, per Kanu. Erlebnisse, Eindrücke und Begegnungen ihrer Flussreise sind nun in einem neuen Bild- und Erzählband vereint.

Willi Rolfes beeindruckende Natur- und Landschaftsaufnahmen und Andreas Kathes Beschreibungen zeichnen ein spannendes Bild von Natur und Kultur entlang der Hunte. Dabei ist das Verhältnis „Mensch und Fluss“ gerade in diesem Fall ein kompliziertes. Denn schon sehr früh jagten und siedelten unsere Vorfahren in unmittelbarer Nähe zur Hunte. Sie schätzten das saubere Wasser, den Fischreichtum und die Chance, die die jährlich wiederkehrenden Überschwemmungen boten: Das Huntewasser führte viele Sedimente mit sich; Dünger für die anliegenden Wiesen und Weiden.

Mit zunehmender Besiedelungsdichte aber wurde der Fluss auch zur Bedrohung und zum Hindernis. Schon im Mittelalter begannen die Bestrebungen, ihn an bestimmten Stellen in seine Grenzen zu verweisen. Stauwehre und Mühlen wurden angelegt, in den Marschgebieten östlich von Oldenburg folgten Deiche und Warften. Vom 19. Jahrhundert an gab es die Bestrebungen, den Flusslauf zu verkürzen; die vielen Hunteschleifen sollten verschwinden, auch, um neues Acker- und Weideland zu gewinnen. Der Fluss wurde zum „Vorfluter“ – als Abflusskanal für die Entwässerung von Agrar- und Siedlungsflächen, für die Ableitung aus Kläranlagen. Von Oldenburg bis zur Weser stand die Nutzung als möglichst optimal ausgebaute Schifffahrtsstraße im Vordergrund.

Heute hat sich der Blick des Menschen auf den Fluss wieder gewandelt. Denn er erhält so seit etwa zwei Jahrzehnten nach und nach seinen alten Charakter zurück. Politik, Verwaltung, Verbände und Vereine ziehen an einem Strang, um der Hunte einen natürlicheren Verlauf und sauberes Wasser zurückzugeben.
Das alles geht einher mit einem veränderten Blick der Menschen auf die eigene Heimat, auf das Zusammenspiel von Umwelt, Natur und Kultur.

„Unsere ‚Flussreise’ ist ein Bilderbuch von dem, was ist. Ein Textbuch von dem, was einst war und darüber, wie es sich entwickelt hat“, sagen Andreas Kathe und Willi Rolfes über ihren neuen Bild- und Erzählband. Und sie verbinden damit eine Hoffnung: „Ein ‚Buch der Sinne’ kann es werden, wenn sich daraus ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur, zwischen unserem Leben und der Umwelt ergibt.“ Ein Buch das einlädt, der Faszination eines Flusses nachzuspüren und auf eigene „Flussreise“ zu gehen.

Das Buch ist im örtlichen Buchhandel oder beim Verlag erhältlich.

Buchvorstellung an der „Goldenen Brücke“.

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