Schon in meinem letzten Beitrag kam zur Sprache, dass die Insektenwelt unserer Heimat oftmals ein wenig von der Naturfotografie vernachlässigt wird. Mit dieser Beobachtung, die auch für meine Arbeit zutrifft, nahm ich mir für den Sommer vor, mein Augenmerk genau darauf zu richten. Nun geht bei einem solchen Vorhaben der erste Blick natürlich zu den großen bunten Schmetterlingen, die in der Eifel, der Rhön oder im Harzvorland anzutreffen sind. Diese Arten kommen aber, von seltenen Ausnahmen abgesehen, hier vor meiner Haustür in Nordwestdeutschland nicht vor. Was also tun?

Derzeit befasse ich mich mit einem lokalen Fotoprojekt über die Ahlhorner Fischteiche. Ich fasste den Entschluss, dass genau die Insekten, die dort vorkommen, mein Thema sind. Und so wanderte ich auf bekannten Pfaden und konnte doch Neuland entdecken. Ich entschloss mich mit kleinem Gepäck zu arbeiten. Meistens war ich nur mit einer Nikon Z7, dem dazugehörigem 105er Makro-Objektiv und einem Stativ unterwegs. Dabei entdeckte ich, dass die pflanzenreichen, sonnenbeschienenen Wald- und Wegränder die Lieblingsquartiere der Schmetterlinge darstellen. Diese Art der Naturfotografie, die zwischen Erkundung und intuitiver Arbeit liegt, gefällt mir sehr.

Häufige Begegnungen hatte ich mit dem Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus), den ich meist auf Brombeersträuchern am Waldrand entdecken konnte. Der Falter hat eine Größe von 2,5 bis 3 cm. Eine ganze besondere Herausforderung stellt die anschließende Bestimmung der fotografierten Arten da. Spätestens dann bemerkt man, wie wenige Arten der heimischen Natur man wirklich kennt.

Für dieses Foto es erforderlich stark abzublenden, um genügend Tiefenschärfe zu erlangen.

 

Auf einem Brombeerblatt konnte ich die Paarung der Rostfarbigen Dickkopffalter fotografieren.

 

 

 

 

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