Die letzten Oktobertage halten in meinen Augen alljährlich die reizvollsten Fotomotiv bereit. Diese Wendezeit des Jahres kündet von Fülle und Farbe ebenso wie von Abschied und Leere. Es ist eine ambivalente Zeit. Die Natur trägt eine farbiges Kleid in allen Rot-, Gelb- und Brauntönen. In diesen Tagen leitete ich eine Fotoworkshop für die Katholische Akademie Stapelfeld. Unser Ziel waren die Moore des Oldenburger Münsterlandes. Ein besonderes Kleinod ist die Molberger Dose. Als „Dose“ wird die Landschaftsform eines Moores dann beschrieben, wenn es recht klein und ringsum von Geest umgeben ist. Noch in der Dunkelheit durchstreiften wir einen Birkenwald, um auf der offenen Moorfläche im Licht des herannahenden Tages in ein Meer aus Farben und Nebel einzutauchen. Es war fast e nen meditative Atmosphäre, die zur Langsamkeit und zum Minimalisums einlud. Die großen Maler der Romantik wurden oft mit dem Gedanken zitiert, dass die Bilder auch ein Spiegel der Seelenlage des Malers sind. Für mich traf das in diesen Tagen sicher zu.

Nachstehende Bilder sind an einem Morgen entstanden. Dabei kamen nur zwei Objektive (24-70 und 200er Makro) zum Einsatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

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