Im Winter ziehen viele der heimischen Vogelarten in den Süden. Sie versprechen sich davon bessere Überlebensmöglichkeiten und nehmen dafür eine Wanderung in ihr Winterquartier auf sich. Aber auch meine Heimat im Nordwesten Deutschlands ist ein Winterquartier für Zugvögel. Sie kommen dann aus dem hohen Norden. Dazu zählen zum Beispiel Bläss- und Saatgänse, Sing- und Zwergschwäne oder die Kraniche. In manchen Jahren haben wir auch Rauhfußbussarde, Fichtenkreuzschnäbel oder sogar Seidenschwänze zu Gast. Seit einigen Jahren trifft man in unserer Region immer mehr Silberreiher in den Wintermonaten an. Sie unterscheiden sich jedoch von den anderen Wintergästen, denn sie kommen nicht aus dem Norden zu uns, sondern aus dem Südosten. Sie ziehen also aus warmen Gefilden in kältere.

In der Dümmerniederung waren unzählige Jungfische in einen Nebenkanal gezogen. Das blieb von den Reihern nicht unbemerkt und die drängten sie Fischer immer weiten stromaufwärts in kleine Gräben. Spätestens hier begann dann über Tage das große Fressen. Für einen reich gedeckter Tisch waren die Silberreiher ja schließlich angereist. Leider war diese Zeit von sehr schlechtem und dunklem Wetter geprägt. Ich nutzte dennoch die Gelegenheit für einige Aufnahmen. Das Foto eines in der Abenddämmerung einfallenden Silberreihers gefällt mir besonders gut. Es entstand bei 6.400 ISO und wurde mit der Nikon D6 am 5.6/800 fotografiert.

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