Großer Birken-Glasflügler (Synanthedon scoliaeformis)

Mitte Juni wird es höchste Zeit für Fotos von der Insektenwelt. Diese Motiv-Welt wird von vielen Naturfotografen ein wenig stiefmütterlich behandelt. Doch gerade die Insektenwelt hält einen unvorstellbaren Schatz an Motiven für uns Naturfotografen bereit. In Deutschland geht man davon aus, dass hier 307 Vogelarten und 104 Säugetierarten heimisch sind. Doch in der Insektenwelt sind es über 33.000 Arten, also tausendmal mehr. Die meist Aufmerksamkeit erhalten jedoch die Säugetiere, denn es wird in jeder Fernseh- und Bildredaktion nach dem alten Grundsatz verfahren: „Fell vor Federn“. Und  Insekten machen Angst, da sie lange Beine haben, im Verborgenen lauern oder stechen. So hat sich dann auch unsere Wahrnehmung entwickelt. Als Naturfotografen haben wir die Chance und wie sich mein auch die Verpflichtung, die Insektenwelt mit unseren Bildern ins Bewusstsein der Menschen zu tragen. Denn die allermeisten Insekten sind weder giftig noch bissig, sondern vollem eins: faszinierend.

Für diese Aufnahmen kam das neue Makro-Objektiv für das Nikon Z-System (Nikkor Z MC 105mm f2.8 VR S) zum Einsatz. Die Verarbeitung des Objektiv ist robust und praxistauglich und die Schärfe in umwerfend. Der Autofokus arbeitet sehr fräzise und wird durch eine vorbildlich arbeitende Bildstabilisierung unterstützt. Allerdings wurde wieder ein Kardinalfehler bei der Konstruktion des Objektivs begangen: des hat keine Stativschelle!

Die Aufnahmen zeigen einen Großer Birken-Glasflügler (Synanthedon scoliaeformis), eine frisch geschlüpftes Großes Granatauge (Erythromma najas) und die wunderschöne und grazile Große Eintagsfliege (Ephemera danica).

Großes Granatauge (Erythromma najas)

 

Große Eintagsfliege (Ephemera danica)

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